Abstrakte Überreste

Donnerstag, 21. April 2016, 19.30 Uhr

Ein Objekt von Arpad Dobriban
Vortrag-Geruch-Geschmack
im Rahmen der Reihe Olfactorismus - Über den Geruch


Arpad Dobriban: Abstrakte Überreste (Det./Ausschnitt)


Im Geschmack - der im starken Maße vom Geruch und dessen Wahrnehmung abhängig ist - bündeln sich Spuren von Handlungen. Wie wir uns die Welt einverleiben, zeigt unser Blick auf die Welt. Kochen als älteste, überlebenswichtige Kulturtechnik des Menschen ist eine Metapher für unseren Umgang mit den Dingen. Der Herd und die Küche sind das eigene Universum, in dem wir, wenn wir es wollen, selbstbestimmt agieren können. Das sind einige der Kernsätze von Arpad Dobriban, mit denen er Fragen zu seiner Arbeit beantwortet.

Arpad Dobriban hatte in den achtziger Jahren vor allem bei Nam June Paik (zuletzt als Meisterschüler) an der Düsseldorfer Kunstakademie und in der Kochklasse von Peter Kubelka an der Städelschule in Frankfurt studiert. Seitdem hat er systematisch ein Werk aufgebaut, das sich um zwei Pole gruppiert: zum einen um Filme und Photographien (die sich hauptsächlich darum drehen, ihr jeweiliges Medium zu analysieren und zu reflektieren), zum anderen um Erforschungen und Inszenierungen von Speisen – eine Kritik des Geschmacks.