Schön war es
Andreas Bär - Melodie und Melos

Sonntag, 24. April 2016, 19 Uhr

Melodie und Melos
Werke von Bär, Debussy und Bach
Andreas Bär (Sopran-, Alt- u. Tenorsaxophon)




Wenn der Atem das Schilfblättchen nicht mehr zum Schwingen bringt, ist keine Musik mehr da. Das Saxophon ist ein Holzblasinstrument, und es sind die aus Schilf geschnittenen Blättchen der Holzblasinstrumente, die, wie Stimmbänder durch darüber hinweg streichende Luft, zu klingen beginnen. Ein Saxophonist benötigt demzufolge Luft in ausreichendem Maße, um während eines Solokonzertes die Vielseitigkeit, den Klangreichtum und die Dynamik seines Instrumentes zeigen zu können. Der Saxophonist und Komponist Andreas Bär versetzt aber nicht nur die Luft virtuos in Schwingungen, er trägt seinen Atem in die Musik die er spielt.

Das Konzert: Melodie und Melos, bezieht sich auf eine beliebte Eigenheit der Melodie. Es geht um ihre Fähigkeit ein weites Spektrum positiver Empfindungen entstehen lassen zu können. In diesem Konzert weichen Klang und Sound als prioritäre Anliegen aktueller Musikgestaltung, hinter Interpretation und Form zurück. Die Melodie wird als unbegleiteter Klang, zur Trägerin ihrer eigenen Harmonien und Rhythmen. Sie bewegt das Gemüt und entführt uns durch ihre harmonische Nachvollziehbarkeit in eine Empfindungswelt die von Schönheit geprägt wird und es erweist sich, dass die bedeutende Rolle der Melodie als Schöpferin angenehmer und willkommener Zustände immer noch wirkungsvolle Gültigkeit besitzt. Das Melos ist aus historischer Sicht eine Urform der Melodie. Es sei, so nimmt man an, das Resultat der Entdeckung der Obertonreihe. Wieder einmal waren die antiken Philosophen Griechenlands daran beteiligt, welche schließlich, aus dieser Entdeckung Intervallbe­ziehungen zwischen Tönen konstruierten. Das Melos diente den Rhapsoden jener Zeit zur Rhythmisierung und emotionalen Färbung längerer epischer Werke, wie z.B. den Ge­sängen Homers. In diesem Konzert wird das Melos als eine Melodie betrachtet, deren Tonfolge sich von tonaler Moll-Dur Beziehung, klassischer Formgebung und rhythmischer Einteilung gelöst hat. Düster, dunkel, heftig, seltsam, komisch. Weiter von ihrem Ursprung entfernt ist es schließlich nur noch das abstrakte Geräusch einer Folge von Tönen. Ein Zustand wie beim Lauschen auf das Rauschen einer nächtlichen Stadt.



Programm

Allemande (J.S. Bach)

Arabeske (a:bär)

Flurrie (a:bär)

Blumen (a:bär)

Serenade (a:bär)

- Pause -

Melodie und Melos (a:bär)

Syrinx (Debussy)

© K.Krauskopf

Auf liebend seliger Schwinge (a:bär)


Dauer ca. 1:15'


Eintritt 10.- €/8.- € (Mitglieder), 4,50 € (Kinder/Jugendliche)

 

Tickets hier online bestellen!


Weitere Informationen/Kontakt
Homepage: www.abaer.net
Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Online Shop: www.a-baer-music-shop.de

 
Abstrakte Überreste

Donnerstag, 21. April 2016, 19.30 Uhr

Ein Objekt von Arpad Dobriban
Vortrag-Geruch-Geschmack
im Rahmen der Reihe Olfactorismus - Über den Geruch


Arpad Dobriban: Abstrakte Überreste (Det./Ausschnitt)


Im Geschmack - der im starken Maße vom Geruch und dessen Wahrnehmung abhängig ist - bündeln sich Spuren von Handlungen. Wie wir uns die Welt einverleiben, zeigt unser Blick auf die Welt. Kochen als älteste, überlebenswichtige Kulturtechnik des Menschen ist eine Metapher für unseren Umgang mit den Dingen. Der Herd und die Küche sind das eigene Universum, in dem wir, wenn wir es wollen, selbstbestimmt agieren können. Das sind einige der Kernsätze von Arpad Dobriban, mit denen er Fragen zu seiner Arbeit beantwortet.

Arpad Dobriban hatte in den achtziger Jahren vor allem bei Nam June Paik (zuletzt als Meisterschüler) an der Düsseldorfer Kunstakademie und in der Kochklasse von Peter Kubelka an der Städelschule in Frankfurt studiert. Seitdem hat er systematisch ein Werk aufgebaut, das sich um zwei Pole gruppiert: zum einen um Filme und Photographien (die sich hauptsächlich darum drehen, ihr jeweiliges Medium zu analysieren und zu reflektieren), zum anderen um Erforschungen und Inszenierungen von Speisen – eine Kritik des Geschmacks.

 
Live Moon Smelling #11

Freitag, 15. April 2016, 19.30 Uhr

Live Moon Smelling #11 - Eine Performance von Hagen Betzwieser
im Rahmen der Reihe Olfactismus - Über den Geruch




Das Projekt über den Geruch des Mondes, das Hagen Betzwieser seit 2010 mit Sue Corke unter dem Namen WE COLONISED THE MOON zusammen betreibt, basiert auf der 2006 an der Akademie Schloss Solitude entstandenen Arbeit „How the Universe Smells“. Der Geruch des Mondes wurde lediglich von einer Handvoll der Apollo-Astronauten nach ihrer Rückkehr von der Mondoberfläche beschrieben. Hierbei ist das Zitat von Charlie Duke (Apollo 16, 1972) »It is really a strong smell. It has that taste – to me, gunpowder – and the smell of gunpowder, too«, die wichtigste dokumentierte Beschreibung. Dank einer Art Commission des Stedelijk Museums Amsterdam und im Anschluss von The Arts Catalyst London und FACT Liverpool konnten sie den international renommierten Aroma-Experten Steve Pearce von Omega Ingredients für das Projekt gewinnen, der anhand ihrer Recherchen den Geruch des Mondes herstellte. Seitdem ist der Geruch Basis für Rauminstallationen und Performances. Die sogenannten LIVE Moon Smellings ermöglichen es, einem Publikum aktiv den Geruch des Mondes zu erleben. Es greift die Technologie von Micro Incapsulations auf und skaliert sie von atomarer Ebene auf eine leicht verständliche und erlebbare Größe. LIVE Moon Smellings fanden bisher z. B. in London, Liverpool, Hong Kong, Mexico City, Leipzig und Dresden statt.

Hagen Betzwieser betreibt als Designer und Künstler das Spiel mit dem Möglichen. Als Konzeptkünstler arbeitet er mit einer Vielzahl von Medien, wie zum Beispiel Installationen, Video, Film, Skulptur bis hin zu Performances. Nach seinem Studium des Kommunikationsdesigns mit Schwerpunkt Fotografie und Video arbeitete er mehrere Jahre als Art Director für eine renommierte Stuttgarter Agentur bevor er sich 2005 durch ein Stipendium an der Akademie Schloss Solitude voll und ganz seinem bereits 2001 gegründeten Projekt “Institut für Allgemeine Theorie” widmete. Der heute in Stuttgart lebende Künstler arbeitet international in unterschiedlichen Kooperationen wie zum Beispiel seit 2008 mit der britischen Künstlerin Sue Corke als WE COLONISED THE MOON in London. Arbeiten wie „The Smell of the Moon“ oder Videoinstallationen zu DIY Astronautentrainings und Simulationen von Schwerelosigkeit sind weltweit in Museen und Galerien zu sehen.

 
Zu Besuch ...

zum Karaoke in der Jasmin-Thai-Bar
Freitag, 30. Oktober 2015, 22 Uhr

"Zu Besuch ..." ist eine Veranstaltungsreihe des Neuen Kunstvereins Wuppertal, in der wir unterschiedlichste Orte, Begebenheiten und Aktionen aufsuchen, um ein kulturelles Netzwerk zu spannen. Schon 2010 luden wir zu einem japanischen Abend ein, dessen Höhepunkte ein Sake-Verkostung und anschließendes Karaoke war. Am Freitag besuchen wir die Jasmin-Thai-Bar, um einen speziellen kulturellen Ort in Wuppertal kennenzulernen und und dort mit Karaoke-Singen mitzufeiern.
Treffen ist um 22 Uhr der Kunstverein in der Hofaue, Ortskundige Mutige könne direkt in die Calvinstraße/Mühlenschütt 4.

 
Studium:Stadt

Eine Performance von Anja Lautermann und Frauke Berg
im Rahmen der Wuppertaler PerformanceNacht 2015

Freitag, 2. Oktober 2015
20.15 und 22.00 Uhr




Studium:Stadt Probe


Der Neue Kunstverein Wuppertal präsentiert im Rahmen der Wuppertaler PerformanceNacht 2015 das Projekt Studium:Stadt von Anja Lautermann (Musikern) und Frauke Berg (Bildende Künstlerin).
Der Name des Projektes ist auch Konzept. Das Thema Stadt, als zentraler Ort des Zusammenlebens vieler Menschen, wird durch Sammlung, Bearbeitung und Strukturierung klanglicher und visueller Eindrücke aufbereitet. Animierte Zeichnungen und Field-Recordings werden zu einer ineinandergreifenden Collagen-Komposition verarbeitet und auf der Bühne durch mechanische Instrumente und Stimme improvisatorisch ergänzt. Durch den Einsatz von Projektion, Stimme, Worten und ungewöhnlichen Klangerzeugern findet eine sehr persönliche Positionierung der Künstlerinnen zum urbanen Lebensraum, in dem sie sich selbst tagtäglich bewegen, statt.Für die Wuppertaler Performance Nacht wurde eine Performance entwickelt, deren visuelle und auditive Eindrücke u. a. in der Recherche und Auseinandersetzung mit dem städtischen Raum in Wuppertal gewonnen wurden. Die aktuelle Performance wird an dem Abend zweimal, um 20.15 und um 22.00 Uhr aufgeführt.
Der Neue Kunstverein Wuppertal verfolgt mit der Einladung an Frauke Berg und Anja Lautermann auch die Fortsetzung der eigenen Auseinandersetzung mit dem Stadt im Rahmen der Reihe StadtRaumArchitektur (2012/13).

 
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