Rückblick
Personal Pictures - Kenneth Keen/Benjamin Nachtwey/Eilike Schlenkhoff

7. September 2014 - 5. Oktober 2014
Eröffnung: Samstag, 6. September 2014, 19 Uhr




Kenneth Keen - Who You Got In Your Head

In der Ausstellungsreihe „Alltag“ präsentiert der Neue Kunstverein Wuppertal Ausstellungen, die  sich dem Phänomen aus unterschiedlichen Perspektiven nähern. Die Austellung „Personal Pictures“ vereint nun die Medien Film, Foto und Malerei, in denen die KünstlerInnen ihre eigene Erfahrung des Alltags zu Bilderserien und –reihungen machen und so, aus ihrer sujektiven Sicht, die Reflektion unserer ‚Alltäglichkeit’ ermöglichen.
Kenneth Keen, Benjamin Nachtwey und Eilike Schlenkhoff gehören verschiedenen Generationen an, arbeiten mit unterschiedlichen Medien und setzen andere Schwerpunkte. Gemein ist ihnen die Beschäftigung mit längeren Zeiträumen, die medial verdichtet werden und den persönlich wahrgenommenen Alltag untersuchen.

Eilike Schlenkhoff zeigt einen Teil ihrer Photoreihe „Wake ups; 01.01.2009 - ...-..-….“: eine Langzeitdokumentation in Selbstportraits, die unmittelbar nach dem täglichen Erwachen entstehen. Benjamin Nachtwey untersucht in seiner Arbeit „daily desasters/sad song“ die Bilderflut in den Medien, in dem er das tägliche Rauschen aufgreift und jeden Tag zu einem ikonischen Bild verdichtet. Kenneth Keen ist ein künstlerischer Vagabund, der uns filmisch an seinen Streifzügen durch Orte und Ideen teilhaben lässt und sie zu Eindrücken werden lässt, die so alltäglich wie speziell sind.

Zur Eröffnung liest Talitha Müller aus dem "Nischenführer Wuppertal".
Im Rahmen der Kunst- und Museumsnacht am 26. September 2014 am wird Kenneth Keen um 22.22 Uhr eine Film/Performance in der Ausstellung zeigen.

 
Kai Fobbe - Barmen Bahnhof

23. - 24. August 2014
Projekteröffnung:
Samstag, 23. August 2014,
15 - 18 Uhr im Neuen Kunstverein Wuppertal,
ab 19 Uhr im Bahnhof Barmen




Kai Fobbe, aus: Föhnen für L. Hausmann, Loop, 2014

Mit dem Ausstellungsprojekt "Bahnhof Barmen" im Neuen Kunstverein Wuppertal und in der Eingangshalle des Bahnhofs in Barmen erweitert Kai Fobbe seine Projektreihe "Video-in-der-Stadt" um eine neue, spannende Facette. Seine Installation im Bahnhof spielt mit der Architektur der Halle und dessen eigentümlicher Atmosphäre zwischen Transit- und Aufenthaltsraum, während die Installation im Ausstellungsraum in der Hofaue den unterschiedlichen Kontext verdeutlicht und die Differenzen von offenen und geschlossenen Räumen, von Öffentlichkeit und Abgeschlossenheit thematisiert. Nicht zuletzt verschränken sich dadurch Stadt- und Ausstellungsraum ebenso wie Elberfeld und Barmen, die historisch (und aktuell durch die Sperung des Döppersbergs) bedingt, als unterschiedliche Zentren einer Stadt wahrgenommen werden.

Kai Fobbe (*1968 in Bochum, heute Wuppertal) setzt damit sein künstlerisches Programm sicht- und erlebbarer Verschiebungen und Irritationen in der stadtumspannenden Installation fort. "Nach einem Studium an der Musikhochschule Köln (Abt. Wuppertal) kommt er über die Audiokunst mit dem Medium Video in Kontakt. Dabei interssiert ihn die Verbindung von Rhythmus und Inszenierung, der Übergang vom Statischen zum bewegten (Video-) Bild ... ." (Katja Heckes).

Das Installationsprojekt "Barmen Bahnhof" -
eine Kooperation von Kai Fobbe mit dem Neuen Kunstverein Wuppertal und Thomas Leipoldt - ist bis 5. Otober im Bahnhof Barmen zu sehen.

 
Karsten Bott - Dinge

7. Juni 2014 - 6. Juli 2014
Eröffnung: Freitag, 6. Juni 2014, 19 Uhr





Im Rahmen der Ausstellungsreihe zum Thema „Alltag“ zeigt der Neue Kunstverein Wuppertal eine Installation verschiedener Objekte, Bilder und Filme des in Frankfurt am Main lebenden Künstlers Karsten Bott (*1960).


Welche Dinge brauchen die Leute, was machen sie damit? Seit 1988 geht Karsten Bott mit seinem „Archiv für Gegenwarts-Geschichte“ dieser Frage nach und versammelt dort in obsessiver Weise unzählige Gegenstände aus dem alltäglichen Leben. Bei den gefundenen, gekauften oder dem Müll entrissenen Objekten, handelt es sich um alles, was Menschen in Gebrauch haben oder hatten: Werkzeug, Verpackungen, Klodeckel, Zahnbürsten, Zeitschriften, Bimssteine, Eierwärmer, Schneebesen, Joghurtbecher usw. Sie werden katalogisiert und finden Eingang in sein Archiv.
„Ich versuche, alle vorkommenden Dinge gleichermaßen zu sammeln und zu archivieren. Ich möchte eine Kopie, ein netzartiges Abbild unserer Umwelt schaffen. Jedes Einzelding hat dabei die Funktion eines Bindegliedes. Zum Beispiel kann eine geflickte, abgetragene Arbeitshose unter Fabrik/Hose, Kleidung/Hose, Gesellschaftsschicht/Arbeiter/Hose, Handwerk/Nähen/Hose usw. vorkommen. In den verschiedenen Gruppen befindet sich die Hose dann mit jeweils anderen verwandten Dingen.“ (Karsten Bott)

 

Für den Neuen Kunstverein Wuppertal trifft Karsten Bott eine Auswahl verschiedener Objekte, Gruppen und Filme, aus denen er eine Gesamtinstallation schafft. Durch die Auswahl hinterfragt er die Bedeutung der Objekte in Bezug auf deren individuellen Gebrauch. In der Alltäglichkeit der Gegenstände verweisen sie den Betrachter auf das eigene Leben.
Wir freuen uns, das Karsten Bott für den Neuen Kunstverein Wuppertal, einen Teil seines Archivs zugänglich macht und damit die Ausstellungsreihe „Alltag“, um wesentliche Aspekte bereichert.

 
Thyra Schmidt - Über Diebe und die Liebe

26. April 2014 - 25. Mai 2014
Eröffnung: Freitag, 25. April 2014, 19 Uhr




Thyra Schmidt: "Ouro Preto", Videostill, 2014

Thyra Schmidt befragt in ihren Foto-, Video- und Textarbeiten unser Verständnis von Intimität. Es sind zwischenmenschliche Begebenheiten, oft auf persönlichen Erfahrungen beruhend, die sie poetisch konstruiert widerspiegelt. Für die Ausstellung im Neuen Kunstverein Wuppertal hat die Künstlerin eine Textarbeit entwickelt, die in Form von einzelnen typografischen Blättern in Reihe plakatiert den Raum einnimmt. In „Staccato“, so der Titel des Textes, schreibt Thyra Schmidt über Momente einer Liebesbeziehung zwischen ihr und ihm. Begegnungen und Gedanken werden kurz und bildhaft erfasst. Es gibt eine definierte Abfolge, doch die Lesestruktur ist offen gehalten. Kontrastiert wird die Erzählung durch eine Videoaufnahme: Ein Blick auf eine kleinstädtische Straßenszenerie in Ouro Preto, Brasilien. Beiläufig erscheinen weitere mögliche Protagonisten.

 
Christian Schreckenberger - listen and repeat

8. März 2014 - 6. April 2014
Eröffnung: Freitag, 7. März 2014, 19 Uhr

Download Einladung




Christian Schreckenberger: "Man kann ja nie wissen", 2013,
Regal, schwarzer Teppich, verschiedene Materialien, Lichttechnik, 200 x 190 x 50 cm

 

Die Ausstellung „listen and repeat“ des Bildhauers Christian Schreckenberger ist der Auftakt zu einer Ausstellungsreihe unter dem Begriff „Alltag“, die der Neue Kunstverein in den kommenden Monaten präsentiert. Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven nähern sich die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler diesem weitläufigen Begriff, der viele direkte, indirekte, poetische, analytische, absurde und wortwörtliche Deutungen ermöglicht.

Christian Schreckenberger, der in Düsseldorf lebt und arbeitet, beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit Formen und Phänomenen, die er als „Archetypen einer kollektiven Erinnerung“ bezeichnet. Seine Plastiken und Installationen sind weniger Neuschöpfungen als vielmehr träumerisch verdichtete Fragmente einer gegebenen Dingwelt, die er uns seltsam vertraut und rätselhaft alltäglich vor Augen führt. Seine Installation im Kunstverein stellt Fragen nach der Identität, Wahrscheinlichkeit und Einzigartigkeit von Objekten und somit nach der Doppelbödigkeit dessen, was wir gemeinhin Realität nennen.

 
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